Förderung von Ensemblespiel an Musikschulen

Die Förderung der Ensemblearbeit an den durch das Brandenburgische Musikschulgesetz geförderten Musikschulen will erreichen, dass die bestehende Ensembletätigkeit gestärkt und darüber hinaus neue Impulse durch zusätzliche Projekte und Aktivitäten für die Ensembletätigkeit, die nicht Bestandteil des regulären Unterrichtsangebots im Rahmen des Musikschulbetriebs sind und die nicht über das Brandenburgische Musikschulgesetz gefördert werden, gegeben werden.

Zusätzliche Projekte und Initiativen können sein: Probenfahrten, Konzertreisen, gemeinsame Projekte der Musikschulensembles mit einem professionellen Orchester, landesweite Gemeinschaftsprojekte von Musikschulensembles wie z.B. das Projekt „Musikschulen öffnen Kirchen“, Ensembleprojekte mit Allgemeinbildenden Schulen, die nicht bereits über ein Teilprogramm gefördert werden.

Das Ensemblemusizieren an den Musikschulen in Orchestern, Bigbands, Chören oder Kammermusikgruppen an Musikschulen ist ein wichtiger Baustein der instrumentalen oder vokalen Ausbildung an den Musikschulen. Neben der musikalischen Ausbildung werden hier vor allem soziale Kompetenzen geschult, indem das Musizieren im Ensemble das Hören und die Rücksichtnahme aufeinander voraussetzt.

Für zusätzliche Projekte und Aktivitäten, die das kontinuierliche und über das Brandenburgische Musikschulgesetz im Rahmen der regulären Unterrichtsangebote geförderte Ensemblespiel an den Musikschulen ergänzen, können diesen Programmmittel zur Verfügung gestellt werden.

Die Beantragung der Förderung für zusätzliche Projekte und Aktivitäten ist abhängig von der Erbringung eines Eigenanteils der Antrag stellenden Musikschule, der mindestens die Höhe des jeweils projektbezogen gewährten Zuwendung erreichen muss.

Folgende Förderhöchstbeträge sollen bezogen auf die Musikschulen bei der Gewährung von Projektförderungen insgesamt nicht überschritten werden:


Musikschulen mit 150 bis 400 Wochenstunden:

Landeszuschuss bis zu

5.000 EUR

Eigenanteil bis zu

5.000 EUR

Möglicher Gesamtetat für zusätzliche Aktivitäten

10.000 EUR

                                        
Musikschulen mit 401 bis 800 Wochenstunden:

Landeszuschuss bis zu

7.000 EUR

Eigenanteil bis zu

7.000 EUR

Möglicher Gesamtetat für zusätzliche Aktivitäten

14.000 EUR

 

Musikschulen mit 801 bis 1.200 Wochenstunden:

Landeszuschuss bis zu

9.000 EUR

Eigenanteil bis zu

9.000 EUR

Möglicher Gesamtetat für zusätzliche Aktivitäten

18.000 EUR

 

Musikschulen ab 1.201 Wochenstunden:

Landeszuschuss bis zu

11.000 EUR

Eigenanteil bis zu

11.000 EUR

Möglicher Gesamtetat für zusätzliche Aktivitäten

22.000 EUR

 

Durchführungsbestimmungen

Eine Förderung wird nur für zusätzliche Projekte und Aktivitäten im Ensemblebereich gewährt, die über den kontinuierlichen und wöchentlichen Ensembleunterricht hinausgehen.

Förderfähig sind grundsätzlich Probenfahrten, Konzertreisen, gemeinsame Projekte der Musikschulensembles mit einem professionellen Orchester, landesweite Gemeinschaftsprojekte von Musikschulensembles und Ensembleprojekte mit Allgemeinbildenden Schulen, die nicht bereits über einen anderen Teilbereich des Förderprogramms oder aus dem Brandenburgischen Musik- und Kunstschulgesetz gefördert werden.


Der Eigenanteil des Antragstellers für das Projekt muss mindestens die Höhe des jeweils gewährten Landeszuschusses erreichen. Einer Musikschule können im Rahmen einer Förderhöchstsumme mehrere Projektförderungen gewährt werden.

Die Förderhöchstsumme für die einzelnen Musikschulen ist in vier Stufen nach den insgesamt geleisteten Wochenunterrichtsstunden gestaffelt und wird aus der im Vorjahr erbrachten und mit Leistungsbescheid zur gesetzlichen Musikschulförderung festgelegten Wochenstundenzahl (Jahresstunden geteilt durch 37 Unterrichtswochen) ermittelt.

Die Förderung wird auf Antrag gewährt. 

Über die Verwendung wird ein jährlicher Nachweis erbracht, der sich nach dem Kalenderjahr richtet.