Anerkannte Musikschule im Land Brandenburg

Der Titel „Anerkannte Musikschule” im Land Brandenburg

Das Brandenburgische Musikschulgesetz wurde nicht ohne Hürden auf den Weg gebracht. Am Beginn standen zwei Volksinitiativen, die 1995 mit 65.746 Unterschriften und 1999 mit 61.220 Unterschriften im Land Brandenburg zusammen brachten. Der Vorstand des vdmk beschloss nach deren Ablehnung in seiner Sitzung vom 24. März 1999 einstimmig die Durchführung einer Volksinitiative zur Einbringung eines „Gesetzes zur Förderung der Musikschulen im Land Brandenburg“. Mit Wirkung vom 19. Dezember 2000 trat das bundesweit erste Musikschulgesetz in kraft. Es erfuhr zum 22. April 2003 nochmals eine einschneidende Änderung, in dem die ursprünglich fixierte jährliche Fördersumme drastisch gekürzt wurde. Im Jahr 2014 wurde es erweitert zum Brandenburgischen Musik- und Kunstschulgesetz.

U.a. sind hierin die Kriterien zum Führen der Bezeichnung „Anerkannte Musikschule im Land Brandenburg“ verankert. Eine Musikschule, die diesen Namen trägt, zeichnet sich durch kontinuierliche und pädagogisch planmäßige Arbeit aus. Es werden alle Bereiche der musikalischen Ausbildung angeboten. Umfassender Einzel- und Gruppenunterricht, Talenteförderung, die Arbeit nach Rahmenlehrplänen und eine fundierte Ausbildung der Lehrkräfte sind weitere Voraussetzung zum Tragen dieser begehrten Bezeichnung.

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur vergibt auf Antrag des Trägers die Berechtigung zum Führen der Bezeichnung „Anerkannte Musikschule im Land Brandenburg.“ Die Voraussetzungen werden durch das zuständige Ministerium regelmäßig geprüft, da deren Nichtvorlage einen Widerruf der Namensvergabe zur Folge hat.